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Fiede Nissen war seit 1977 Deutschlands einziger Hallig-Postbote

Hallig Langeneß, 24. April 2007 – Fiede Nissen ist nicht nur auf den Nordfriesischen Halligen bekannt wie ein bunter Hund. Seit mittlerweile 30 Jahren ist der 57-jährige nun schon Postschiffer für die vier Halligen Langeneß, Oland, Gröde und Habel, die er an sechs Tagen in der Woche beliefert, es sei denn, die Eilande vor der schleswig-holsteinischen Küste melden „Landunter“, was etwa 10 bis 20 mal im Jahr der Fall ist. Auch bei Sturm oder ungünstiger Tide müssen Gröde und Habel auf den täglichen Besuch des Postschiffs verzichten, denn dann muss Nissen seine Motorlore benutzen, mit der er über einen Damm im Watt lediglich Langeneß und Oland versorgt.

In den 30 Jahren Dienstzeit hat der Mann mit dem dichten Vollbart schon einiges erlebt. So befand er sich in akuter Lebensgefahr, weil Wellenschlag den Motor seiner Lore zerstört hatte und er das Gefährt zur Hallig schieben musste, im Schneewinter 1979 mussten die Halligen drei Tage auf die Post verzichten. Nissens schönste Dienstfahrten, so sagt er, seien die, auf denen er junge Mütter mit ihren Neugeborenen zur Hallig fahre. Diese Momente konnte selbst Showmaster Rudi Carell nicht toppen, als er Nissen eines seiner berühmten „Rudigramme“ widmete. Wenn Fiede Nissen einmal einen seiner viel zu seltenen Urlaube antritt, wird er von einem seiner beiden Kinder vertreten.


Ans Aufhören denkt Fiede Nissen auch 2007 noch lange nicht und so werden auch weiterhin nicht nur alle Halligen mit täglich ca. 160 Postsendungen versorgt, sondern auch die Bewohner von Gröde sowie der Vogelwart auf der sonst unbewohnten Hallig Habel mit Lebensmitteln beliefert. Und wer bei Fiede Nissen im Gästehaus Neuwarft auf Langeneß seine Ferien verbringt, der kann selbst einmal erleben, wie die Post auf die Halligen gelangt.

Nun ist Fiede Nissen inzwischen im Ruhestand

Die Stiftung Nordfriesische Halligen fördert seit 1990 unterschiedlichste Projekte im nordfriesischen Watt. Ihre Aufgaben liegen in der Förderung von Kultur, Natur und Küstenschutz sowie der Förderung der Heimatpflege. Unter diesen Aspekten arbeiten Bewohner der Halligen, Kommunen, Landesbehörden und Freunde der Halligen zusammen. So engagiert sich die Stiftung besonders auf den Gebieten Sicherheit der Bewohner und Gewährleistung der Arbeitsplätze im Küstenschutz und in der Landwirtschaft. Außerdem setzt man sein Augenmerk auf die Sicherung zukunftsorientierter Jobs, zum Beispiel im Tourismus, um auch den jungen Halligbewohnern eine Alternative bieten zu können und so die einzigartige Kulturlandschaft der Halligen zu erhalten.

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