Auch die Kirche kann die regionale Identität fördern
Bischof Dr. Hans Christian Knuth zu Gast im Nordfriisk Instituut
Die friesische Sprache und Kultur sowie das Niederdeutsche seien wichtig für die Identität der Menschen in Nordfriesland. Das hob Bischof Dr. Hans Christian Knuth bei einem Besuch des Nordfriisk Instituut in Bredstedt hervor. Auch die Kirche könne verstärkt an der Förderung der hier beheimateten Sprachen mitwirken, etwa in Gottesdiensten, aber auch in den von ihr getragenen Kindergärten.
In Begleitung von Propst Dr. Helmut Edelmann ließ sich der Bischof zunächst durch Prof. Dr. Thomas Steensen und Sprachlektorin Adeline Petersen über die wissenschaftliche Arbeit des Nordfriisk Instituut informieren und zeigte sich beeindruckt von den vielen „grundlegenden Veröffentlichungen“. Über die ehrenamtliche Arbeit des Vereins Nordfriesisches Institut berichteten deren Vorsitzender Thede Boysen und Schatzmeister Helmut Bahnsen.
Günter Fleskes erläuterte die Tätigkeit des Plattdeutschen Zentrums in Leck. Gemeinsam mit Pastor im Ruhestand Nils Dahl, Bredstedt, Pastor Peter Schuchardt, Bredstedt, und Pastorin Inke Thomsen-Krüger, Viöl, diskutierte die Runde über die Berücksichtigung des Plattdeutschen und Friesischen im kirchlichen Bereich. Gerade im Falle des Friesischen sei hier noch Grundlagenarbeit erforderlich, etwa eine Bibelübersetzung. Man war sich einig, dass es eine besondere Bewandtnis und Bedeutung habe, Gottes Wort in den Sprachen der Region zu verkündigen.
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Hoher kirchlicher Besuch im Nordfriisk Instituut; von rechts Peter Schuchardt, Prof. Dr. Thomas Steensen, Dr. Hans Christian Knuth, Dr. Helmut Edelmann, Thede Boysen, Günter Fleskes. - Foto: Harry Kunz