Streifzüge durch die Bredstedter Geschichte 1
BREDSTEDT (NfI). Lange vergriffen, doch immer wieder gefragt waren die „Streifzüge durch die Bredstedter Geschichte, Nr. 1“. Das von Prof. Dr. Thomas Steensen im Auftrag des Vereins für Bredstedter Geschichte und Stadtbildpflege herausgegebene Buch ist nun in zweiter, veränderter Auflage im Verlag Nordfriisk Instituut neu erschienen. Der Druck wurde dankenswerterweise durch die VR-Bank in Bredstedt gefördert.
Über ein Drittel der Schrift ist den Erinnerungen von Dr. Bruno Preisler an seine Kindheits- und Jugendjahre in Bredstedt gewidmet. Anschaulich und lebendig erzählt der Sohn des Tabakfabrik-Gründers u. a. von Bredstedter Originalen wie dem
Schlachter Hahn oder vom alten Amtsgericht, das wegen seiner hohen, düsteren Gestalt „Drachenburg“ genannt wurde. Karl-Heinz Dietzschold, ehemaliger Leiter des Stadtbauamtes und jetziger Vorsitzender des Geschichtsvereins, berichtet über die Entwicklung des Marktplatzes, Karl-Peter Kööp über den Hollebek als Siedlungsplatz und Namensgeber der Stadt sowie über
das alte Gebäude der Landwirtschaftsschule. Der Regionalforscher Albert Panten weist nach, dass das bisher angenommene Baujahr der Bredstedter Kirche nicht stimmt. Hans Otto Boysen bringt Kostproben aus dem Bredstedter Archiv, der jüngst verstorbene Vereinsvorsitzende Helmut Hansen einige Artikel und Inserate aus der alten Bredstedter Zeitung Friesen-Courier.
Thomas Steensen schildert, wie es zur Aufstellung eines Pumpennachbaus auf dem Marktplatz kam. Als Mitbegründer und Ehrenvorsitzender berichtet er auch über Gründung und Entwicklung des Vereins für Bredstedter Geschichte und Stadtbildpflege, der in diesen Tagen auf sein 15-jähriges Bestehen zurückblicken kann. Das 80-seitige Buch mit vielen Abbildungen kostet 8,80 Euro und ist im Buchhandel oder im Nordfriisk Instituut erhältlich. Weiterhin greifbar ist auch die Nr. 2 der „Streifzüge“, die zu
Weihnachten 2004 erschien.
(Text: Harry Kunz)